Warten auf den „zweiten“ Advent

„Advent“ heißt auf deutsch „Ankunft“.
Gott wird Mensch – aus leidenschaftlicher Liebe zu uns – um unsere Herzen zu erobern.
Jesus – die Liebe Gottes in Person – kommt zu uns, klopft bei uns an, will in meinem Herzen wohnen.
Eigentlich müssten wir bei einem solchen Satz einen Herzstillstand bekommen, so unfassbar ist das!

Wenn wir IHM unsere Herzenstür öffnen und IHM unser „Ja-Wort“ geben,
ereignet sich sozusagen für uns persönlich der „erste „Advent“.
Wir lassen Jesus bei uns ankommen, hereinkommen,
um für immer in einer engen Vertrauens- und Liebesbeziehung mit IHM zu leben.

„Wär Christus 1000 mal in Bethlehem geboren und nicht in Dir,
du bliebest ewiglich verloren“  Angelus Silesius

Der größte Wunsch des göttlichen Bräutigams ist nun, dass diese „erste Liebe“ nicht erkaltet.
Es möchte keinen kurzen Flirt, sondern eine lebenslange immer tiefer und schöner werdende Beziehung.
Gibt es etwas Schöneres und Wichtigeres, als diese Liebe glühend, brennend zu erhalten,
bis ER zum großen „zweiten“ Advent wiederkommt, um uns für immer zu sich zu holen?

Wie können wir – seine Geliebte – die Flamme der Liebe schützen, ja sogar noch schüren,
damit sie hell leuchtet und nicht gedämpft wird, oder nur noch schwach glimmt?
Indem wir ohne Unterbrechung verbindlich mit Jesus leben:
Seinen Liebesbrief lesen und im Herzen bewegen,
mit IHM im Gespräch bleiben und sein Herz erfreuen, indem wir tun, was er uns sagt…
Er ist unsere Lebensquelle, unser geistliches Leben hat seinen Ursprung nur in IHM.

„Es seien eure Lenden umgürtet (d.h.: seid dienstbereit) und die Lampen brennend;
und seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich aufmachen. Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird!
Wahrlich ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tische legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen.“  Lukas 12, 35-37

Die ursprüngliche Bedeutung von Advent ist, uns darauf neu zu freuen und uns darauf vorzubereiten.
Kann man eine solche Vorfreude für sich behalten ???

Teile diesen Beitrag