Liebesruf des Bräutigams

Liebesruf des Bräutigams – Liebesexodus ins Herz Gottes

Der Bräutigam ruft/bittet die Braut 2x:
„Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!“ Hld 2,10+13

„qūmī“ (steh auf!) lākh“ (poetisch, zärtliche Beifügung: „dir zuliebe, für dich selbst“),
„ra‘yātī“ (meine Freundin/Gefährtin/meine Geliebte)
„yāfatī“ (meine Schöne),
„û-ləkhī“ (und geh/komm!) lākh“

Anmerkung:
Das aramäische „kum(i)“ in Mk 5,41 entspricht direkt dem hebräischen „qūmī“ (קוּמִי).
Damit sagt Jesus zu dem 12jährigen! (Beginn des Vermählungsalters) Mädchen (Tochter des Jairus) genau denselben Imperativ, den wir im Hohelied finden:
„qūmī lākh …“ – „Steh auf, meine Freundin …“ (Hld 2,10.13)
„Talitha kum(i)“ – „Mädchen, steh auf!“ (Mk 5,41)


Den Text paraphrasiert auf das neue Schuljahr:

„qūmī“ (steh auf)
auch wenn es schwerfällt,
liegen zu bleiben und zu dich selbst zu bemitleiden ist keine wirkliche Alternative,
deshalb: Steh auf!

„lākh“ (zärtliche Beifügung: dir zuliebe)
weil es dir danach besser geht,
mir zuliebe, weil es auch mir danach besser geht,
weil ich schon auf dich warte,
weil ich schon was Schönes für uns im neuen SJ vorbereitet habe.
Aber dazu musst du mir vertrauen und aufstehen,
jeden Morgen neu!

„ra‘yātī“ (meine Freundin, meine Gefährtin, meine Geliebte)
meine Geliebte komm, meine Gefährtin folge mir nach …
ich geh dir voran ins neue SJ.
Verlass gedanklich das alte SJ, lass los alte Verletzungen/Enttäuschungen,

Es beginnt etwas Neues!
Geh nicht allein, meine Freundin, lass uns zusammen laufen, ich bin an deiner Seite,
allein ist es zu schwer für dich.
Nur an meiner Hand kannst du Lebenslehrer und Sämann sein,
in den Werken wandeln, die ich für uns vorbereitet habe.
Du darfst lernen, noch mehr von mir abhängig zu sein …

„yāfatī“  (meine Schöne)
ich sehne mich nach der Gemeinschaft mit dir,
ich genieße deine Nähe.
Es ist mir eine Wonne, dich an meiner Seite zu haben,
du willst es doch auch!

„û-ləkhī“ („und geh/komm!“)
Komm heraus, aus jedem Schatten der Sünde, geh ins Licht, in die Sonne meiner Gegenwart, komm zu mir in meine zärtlichen Arme!

„lākh“ (zärtliche Beifügung: dir zuliebe)
Ich verspreche dir, wenn du mir folgst, wird es dir/und mir danach besser gehen
Komm! Jetzt!

 

Die Braut antwortet:
Ich kann es nicht allein, „zieh Du mich dir nach, lass uns eilen!“ Hld 1,4

Geliebter, lebe du in mir! (vgl. Gal 2,20)
Mache uns EINS! (vgl. Joh 17,21)
Wirke du – im neuen SJ – deine Werke in mir! (vgl. Joh 14,10)