Präsent sein für die Präsente Gottes – Teil 2

Meine Frau und ich hatten uns schon lange auf das Rennradfahren in den Osterferien auf Mallorca gefreut …

Als dann die Osterferien angebrochen waren, herrschte in Deutschland das beste Osterwetter seit 30 Jahren und auf Malle war Regen und Wind vorhergesagt. Meine alte Sehnenansatzentzündung am Knie hatte sich in den letzten Wochen wieder zurückgemeldet, so dass ich sogar beim Gehen Schmerzen hatte.
Konnte ich so überhaupt radfahren?

Spät abends in Malle angekommen, wollten wir noch ein paar Tapas essen.
Da passierte es, dass ich plötzlich einen halben Zahn in der Hand hatte und bei jedem Einatmen die Stelle schmerzte …
Am liebsten wäre ich wieder nach Hause gefahren.

Nach einer unruhigen Nacht vernahm ich am nächsten Morgen Gottes leise Stimme in meinem Herzen:
„Im Flow sein heißt nicht, dass alles glatt gehen muss!
Jeder Tag hat seine eigene Plage, Härte, Frust, Zumutung – (Jesus ist da sehr realistisch  vgl. Matth 6,34)
aber auch das Potenzial viele Gold-Taler der Präsenz Gottes zu sammeln und weiter zu geben.“

Ich kämpfte gegen die Versuchung meine Hände/Herz nicht frustriert zu verschließen, sondern geöffnet zu halten,
nicht blockiert zu sein, sondern trotzdem präsent zu bleiben, dankbar Gnade um Gnade empfangend, darauf gespannt, was Gott für uns vorbereitet hatte.

Wir wollten auch im Urlaub lernen mit allen Sinnen präsent zu sein für das göttliche Potenzial des Augenblicks, die Präsente Gottes wahrzunehmen
und wie Sterntaler ihre Goldtaler empfangen und einsammeln.

Hier einige der empfangenen Goldtaler:
Kein Regen, sondern angenehme 20°C und Sonnenschein.
Rückenwinde, die uns jeden Abend nach Hause bliesen und so konnte/sollte ich im Windschatten meiner Frau mein Knie schonen.
Wunderbare Landschaften, einsame Wege, tolle Touren, Wildblumendüfte, …
Ein upgrade Auto für 153 EUR (nur für Insider)

Auf der Fahrt nach Sa Punta plötzlich ein Problem an der Fahrradkette, wir können es nicht beheben.
„Jesus was willst du uns damit sagen? Was sollen wir tun?“
Wir losen: Weiterfahren oder Tour abbrechen?
Wir sollen abbrechen und fahren zur nächsten Stadt: Porto Christo!, um dort einen Radladen zu suchen.
In Porto Christo angekommen, sind die Probleme plötzlich von alleine wieder verschwunden.
Was sollen wir in Porto Christo?
Na, wie der Name schon sagt, im Hafen von Christus ausruhen 🙂
Wir suchen und finden ein wunderschönes Lokal direkt am Hafen, das gerade öffnet, ruhen uns aus und lassen uns kulinarisch verwöhnen.
Am nächsten Tag den besten St. Peter Fisch meines Lebens im „Cal Patro“ in Calla St. Vicence gegessen
Göttliche Eindrücke für Einheimische bekommen
Goldtaler im Aldi von Malle gesehen und Impuls für dieses M&M bekommen

und vieles mehr …

„Suchet den HERRN und lebt!“  Amos 5,6
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern . . .
. . . von jedem Wort, das Gott zu mir persönlich spricht und spricht und spricht … (vgl. Mt 4,4)
. . . von jedem Präsent (Gnaden-Geschenk), das ich mit all meinen Sinnen präsent für Gottes Gegenwart empfange und in meiner Seele sammeln und mit anderen teilen darf.
So empfange ich Tag für Tag Gnade um Gnade aus seiner Fülle. (vgl. Joh 1,16)