Das menschenfreundliche Universum

Stell dir mal vor, du hast Schiffbruch erlitten und treibst in einem kleinen Schlauchboot auf dem weiten Ozean. Du hast großes Glück und landest auf einer kleinen grünen Insel. Du gehst an Land. Die Insel erscheint dir unbewohnt. Dann aber siehst du ein nettes kleines Häuschen. Genau dein Geschmack. Die Tür ist offen. In einem hübschen dekorativen Bilderrahmen (genau nach deinem Geschmack) liest du, ziemlich verblüfft, den Schriftzug:
„Herzlich Willkommen: „(Setze hier deinen Namen ein)!“
Auf dem Tisch steht bereits, noch dampfend heiß, dein Lieblingsessen, daneben ein gekühltes Hefeweizen (deine Lieblingssorte). Auch andere Details der Einrichtung sind genau auf dich zugeschnitten. Die Bücher im Bücherregal passen genau zu deinen Interessen und Vorlieben. Im Hintergrund läuft deine Lieblingsmusik
usw.

Was würdest du denken?
Jemand hat mich erwartet!!!
Kann man etwas anderes daraus schließen?

Das ist eine Analogie zu der Situation, die wir in unserem Universum vorfinden:
Intelligentes, kreatives und empathisches Leben scheint auf dieser kleinen bewohnbaren Insel des riesigen Universums „Herzlich willkommen“ zu sein.

Dazu muss aber die naturgesetzliche Ordnung unseres Universums genauso „eingerichtet“ sein, dass es überhaupt Leben geben kann.
Die Naturwissenschaft nennt dieses Phänomen „Feinabstimmung der Naturkonstanten“
Mindestens 37 Naturkräfte und –konstanten sind bekannt.
Sie müssen unglaublich fein aufeinander abgestimmt sein, um Leben überhaupt erst zu ermöglichen.

Wäre zum Bsp. beim Urknall die Expansionskraft und die Schwerkraft nicht mit der unglaublichen Genauigkeit von 1:10 hoch 60 aufeinander abgestimmt gewesen, wäre das Universum sofort wieder kollabiert oder sie hätte den Kosmos auseinandergerissen.
Der britische Physiker Roger Penrose errechnete eine unglaubliche Zahl für die (Un-)Wahrscheinlichkeit, dass das Universum zufällig entstanden ist: 1:10 hoch 10 hoch 123.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zufallsgeburt unseres Universums ist also von Null kaum verschieden.

Atheistische Naturwissenschaftler kommen aber lieber ohne eine „göttliche Ursache“ der Entstehung des Universums aus, weil sie Gott nicht falsifizieren können und somit von Anfang an ausschließen.
Der derzeit vermutlich prominenteste naturalistische Erklärungsansatz ist die Multiversum-Hypothese.
Danach soll es unendlich viele Universen geben und dann wäre „unser“ menschenfreundliche Universum statistisch gesehen wieder wahrscheinlich.
Das Problem bei diesem Ansatz ist aber, dass auch ein Multiversum eine Feinabstimmung benötigt, um unendlich viele Universen hervorzubringen und somit wären wir wieder bei dem gleichen Dilemma auf der Metaebene.
(ausführlich in „Das geplante Universum“ von Wort und Wissen S. 120ff)

Zurück zu unserer Insel-Analogie zu Beginn:
Wäre es nicht natürlich, nachdem du den ersten Hunger und Durst gestillt hast und dich wunderbar ausgeschlafen hast, dich auf die Suche nach deinem Gönner zu machen, um dich zu bedanken und ihn kennenzulernen …
Alles deutet darauf hin, dass er dich sehnlichst erwartet. Er möchte sich aber dir nicht aufdrängen, und so wartet er darauf, dass du dich auf die Suche nach ihm machst …

„Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen…“ spricht der Schöpfer des Himmels und der Erden
Jeremia 29, 13

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