wenn es aber gesät wird …

„Ein Senfkorn ist kleiner als alle Arten von Samen, wenn es aber gesät wird,
geht es auf und wird größer als alle Gartengewächse.“
Markus 4,31

Man pflanzte den sogenannten schwarzen Senf als Gemüse an. Da er unter den anderen Gartengewächsen mit einer Größe von 2 bis 3 Metern Höhe so hervorragt, konnte man ihn volkstümlich auch als „Baum“ bezeichnen, in dessen Äste sogar Vögel nisten konnten.

Das Senfkorn-Gleichnis lebt vom Kontrast: Aus einer Winzigkeit wächst etwas Großes.
So verhält es sich mit dem Reich Gottes: Das Allergrößte erscheint als Allerkleinstes.
Gott hat sich selbst ganz klein gemacht, um für uns das Größte, die Versöhnung mit Gott, zu erwerben.
(vgl. Philipper 2,6-11 und 1. Korinther 1, 18-31)

Jesus weiß, wie sehr ein Nachfolger an seiner kleinen Kraft, an seiner Einsamkeit als Christ am Arbeitsplatz, oder an einem geringen Selbstwertgefühl leiden kann. „Wer bin ich denn? Was kann ich allein überhaupt ausrichten?“

Menschlich gesehen sind solche Fragen verständlich, aber im Glauben und Vertrauen auf Gott bekommen wir seine Ewigkeits-Perspektive:
Er hat der kleinen Kraft eine geöffnete Tür verheißen (Off 3,8)
Er hat dem Gebet eines Gerechten viel Wirkung versprochen (Jak 5,16b)
Er hat den Senfkornglauben gelobt (Lk 17,6) und der kleinen Herde das Reich Gottes zugesagt. (Lk 12.32)

„Wenn es aber gesät wird …  
und nicht im Saatbeutel liegen bleibt, kann Gr0ßes und Bedeutsames wachsen!
In unserer Verantwortung liegt es, den Tag kleiner Anfänge nicht zu verachten (vgl. Sacharja 4,10)
und im Vertrauen auf seine Gnade reichlich und zuversichtlich zu säen!

„Der  Kleinste wird zu Tausend werden und der Geringste zu einer gewaltigen Nation.
Ich der HERR, werde es zu seiner Zeit schnell ausführen.“ Jes 60,22
(Inspiriert von Zeit mit Gott, Diakonissen-Mutterhaus Aidlingen 2/19 S. 15f)

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